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Sonntags Ge-danken

by Wilfried Römer / Samstag, 15 November 2025 / Published in Geistlicher Impuls








Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Jan Opiéla, kath. Seelsorger
für ‚Roma u. Sinti‘ im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz
und Präses der Katholischen Landvolkbewegung im Erzbistum Köln

33. Sonntag im Jahreskreis C (2025) Lesung: 2. Brief des Apostel Paulus an die Thessalonicher 3, 7-12 Evangelium: Lukas 21, 5 – 19, 16.11.2025

Selten war sich die schwarz/rote Koalition so einig wie im Umgang mit Klienten der Arbeitsagentur, welche in keiner Weise auf gemachte Angebote reagieren, dass das ‚Bürgergeld‘ umgestellt werden müsse, damit Erwerbsarbeit sich tatsächlich wieder lohne und Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in den Sozialleistungen drastisch herunterzustufen. Trotz so mancher Proteste, selbst aus den eigenen Reihen und der Anmerkung von Ökonomen, dass das wirtschaftlich zum ‚großen Aufschwung‘ nur unwesentlich beitrage, scheint das ganze eher eine Signalfunktion zu haben mit Blick auf den rechten Rand und die eigene Anhängerschaft, wo sich die Beliebtheitsskalen für die Prominenz der Kanzlerpartei stetig nach unten bewegen.

Im Brief der Lesung an die Gemeinden der griechischen Stadt Thessaloniki, wird man den Eindruck nicht los, dass der Verfasser Paulus ganz ähnlich, um seine eigene Reputation zu kämpfen hat, wenn er seine Leute ermahnt, doch endlich aus der Hängematte auszusteigen und wieder ihre gewohnte Arbeit aufzunehmen. Denn das, was der Evangelist Lukas in seiner geballten Darstellung eines Endzeitszenarios präsentiert, erlebten die Christengemeinden schon vor der Abfassung des Evangeliums bereits in abgespeckter Version. Da war die Verfolgung durch die römische Besatzungsmacht, ebenfalls auch durch die jüdischen Synagogen vor Ort und hielten viele Familienverbände diese Zerreisprobe nicht mehr aus, was die Zerstörung ihres sozialen Netzwerkes bedeutete. Deshalb datierten sie nun kurzer Hand für sich, vielleicht auch noch durch ‚falsche Propheten‘ bekräftigt, das Ende der Welt und warteten nun auf das für sie anbrechende Himmelreich.

Paulus legte sich schwer ins Zeug, um dagegen anzugehen und brachte seine eigene Lebenssituation und die der anderen Frauen und Männer, welche bis dato christliche Gemeinden gegründet hatten, ins Spiel, nämlich mit gutem Beispiel, selbst in noch so bedrängenden Situationen vorausgegangen zu sein, d.h. die ‚Sache Jesu‘ durchzutragen trotz der eigenen Bedrängnis!

Doch mit der Einnahme des Tempelberges in Jerusalem, der Zerstörung des zweiten, noch gewaltigeren Tempelbaus gegenüber dem Vorgänger, der Verwüstung der Stadt, der Ermordung tausender Juden und Juden-Christen durch die römischen Besatzer im Jahre 70 n.Chr., mit der Folge von Versklavung und der Zerstreuung der Israeliten von da an in alle Welt, reichten persönliche Apelle nicht mehr.

Genau hier, auf diesem Erfahrungshintergrund setzt Lukas mit seinem Evangelium an und verwendet mit dem ganz eigenen Schreibstil der ‚Apokalyptik‘ ein Gegenmittel, um seine Christengemeinden zum Durchhalten zu bewegen. Hierfür lässt Lukas nun Jesus die bereits eingetretenen Ereignisse als ein mögliches, zukünftiges Horrorszenario beschreiben, belohnt die so zum Durchhalten animierten Christen dann damit, dass ihnen ‚kein Haar gekrümmt‘ wird und garantiert den Standhaften ihr (Ewiges?)Leben.

Folglich dient das Evangelium heute nicht als Blaupause aufgrund der politischen Ereignisse, der durch Klimaveränderung sprunghaft angestiegenen Naturkatastrophen, eines womöglich sich hochschaukelnden machtpolitischen Szenario, was zwangsläufig in einen Weltkrieg führt, nun dazu, um das Ende der Welt datieren zu können. Demnach hätte die Welt in ihrer Geschichte mittels menschlicher Unvernunft schon mehrfach untergehen müssen!

Auch wenn der Text emotional heute so etwas nahelegt, lässt sich dies aus ihm exegetisch nicht herausfiltern und sind in manchen Kreisen daraus kombinierte Daten und Fakten, reine ‚Kaffeesatz-Leserei‘.

Durchhalten, ich gebe zu, dass es mir im Moment besonders schwerfällt, zumal neben dem stabil zu haltenden persönlichen Glauben, sich gerade das dafür notwendige gemeinschaftsfördernde Instrumentarium ‚Kirche‘ auf diözesaner, wie bundesrepublikanischer Ebene, selbst regelmäßig im Wege steht und Glauben glaubhaft kaum vermittelt.

Trotzdem und jetzt erst recht … durchhalten!

Zur Diskussion und für Rückmeldungen: jan.opiela@web.de

Biblische Texte zum 33. Sonntag im Jahreskreis C (2025)

Lesung: Zweiter Brief des Apostel Paulus an die Thessalonicher (3, 7 – 12)

Das Verhalten im Alltag

6 Im Namen Jesu Christi, des Herrn, gebieten wir euch, Brüder und Schwestern: Haltet euch von jenen fern, die ein unordentliches Leben führen und sich nicht an die Überlieferung halten, die sie von uns empfangen haben! 7 Ihr selbst wisst, wie man uns nachahmen soll. Wir haben bei euch kein unordentliches Leben geführt 8 und bei niemandem unser Brot umsonst gegessen; wir haben uns gemüht und geplagt, Tag und Nacht haben wir gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen. 9 Nicht als hätten wir keinen Anspruch auf Unterhalt; wir wollten euch aber ein Beispiel geben, damit ihr uns nachahmen könnt. 10 Denn als wir bei euch waren, haben wir euch geboten: Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen. 11 Wir hören aber, dass einige von euch ein unordentliches Leben führen und alles Mögliche treiben, nur nicht arbeiten. 12 Diesen gebieten wir und wir ermahnen sie in Jesus Christus, dem Herrn, in Ruhe ihrer Arbeit nachzugehen und ihr eigenes Brot zu essen. 13 Ihr aber, Brüder und Schwestern, werdet nicht müde, Gutes zu tun! 

 

Evangelium: Lukas 21, 5 – 19

Die Ankündigung der Zerstörung des Tempels

5 Als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schön bearbeiteten Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: 6 Es werden Tage kommen, an denen von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleibt, der nicht niedergerissen wird. 

Der Anfang der endzeitlichen Not

7 Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen und was ist das Zeichen, dass dies geschehen soll? 8 Er antwortete: Gebt Acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist da. – Lauft ihnen nicht nach! 9 Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch nicht erschrecken! Denn das muss als Erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort. 10 Dann sagte er zu ihnen: Volk wird sich gegen Volk und Reich gegen Reich erheben. 11 Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen. 12 Aber bevor das alles geschieht, wird man Hand an euch legen und euch verfolgen. Man wird euch den Synagogen und den Gefängnissen ausliefern, vor Könige und Statthalter bringen um meines Namens willen. 13 Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können. 14 Nehmt euch also zu Herzen, nicht schon im Voraus für eure Verteidigung zu sorgen; 15 denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, sodass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können. 16 Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern und manche von euch wird man töten. 17 Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. 18 Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. 19 Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen. 

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