Katholische Landvolk Bewegung

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Sonntags Ge-danken

by Wilfried Römer / Samstag, 06 Dezember 2025 / Published in Geistlicher Impuls


Bild zum Vergrößern bitte anklicken.

Copyright / Urheber Robert Boecker

von Jan Opiéla, kath. Seelsorger
für ‚Roma u. Sinti‘ im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz
und Präses der Katholischen Landvolkbewegung im Erzbistum Köln

II. ADVENT Sonntag C (2025) Lesungen: Jesaja 11, 1-10 u. Römer 15, 4-9 und Evangelium: Matthäus 3, 1-12, 07.12.2025

„Der Wolf findet Schutz beim Lamm … Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Junge leitet sie. … Man tut nichts Böses … denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn …“ (vgl. Jes 11, 6-9) weissagt der Prophet Jesaja, um den Blick und die Hoffnung seiner Leute in äußerer Bedrängnis wieder auf den einen Gott Jahwe zu richten. Was einen Teilnehmer auf dem Wochenende der Kath. Landvolk Bewegung zur Vorbereitung auf Advent & Weihnachten sichtlich erregt anmerken ließ, dass trotz des sich stets wiederholenden Vorlesens in der Kirche, der Text die Welt bis heute nicht verändern konnte und für ihn auch keinerlei Hoffnung mehr ausstrahle! In der Tat besteht die Gefahr, dass die Hoffnung wie eine Seifenblase zerplatzt, wenn nicht zumindest ein Hauch von dem Erwarteten manifest wird. Das beste Beispiel im Alltagsleben gibt da unsere Klosterhündin ‚Stella‘ ab, die bei weitem nicht so aufmerksam und folgsam wäre, wenn da nicht regelmäßig das erhoffte kleine Leckerli aus der Jackentasche bei ihr landen würde. Doch auf der großen weltpolitischen Bühne hingegen geht es nicht um einen Frieden in ‚Jackentaschenformat‘, zumal im Gegenzug Krieg immer ‚KRIEG‘ mit dem vollen Arsenal des Grauens bleibt. So wird nun seit Jahren vor unserer europäischen Haustür über alle Köpfe hin transatlantisch verhandelt, in der Person Putins unverhohlen den Ukraine-Unterstützern mit Krieg gedroht, wenn sie ihn mit ihrem Tun so herausforderten und während der Friedensgespräche scheinen die Waffen erst recht nicht zu schweigen, um militärisch neue Fakten zu schaffen. Hier läuft sogar das visionäre Bild vom Propheten, wo der Säugling vor dem Schlupfloch der Natter spielt und seine Hand getrost zur Höhle der Schlange ausstrecken kann (vgl. Vers 8), Gefahr, sich ins Gegenteil zu verkehren.

Es wäre nun naiv zu denken, mit Johannes, dem sogenannten ‚Täufer‘, aus dem Evangelium des Matthäus die Sache ins Lot zu bekommen! Doch mit seinem neuen methodischen Ansatz könnte, wie damals schon, womöglich ein Weg heraus aus der persönlichen Agonie gefunden werden. Denn wie er in seiner Person und hinweisenden Rolle auf Jesus, die Klammer bildete zwischen alter Bibel und dem neuen Testament, so müsste es auch uns gelingen, ein Bindeglied darzustellen zwischen christlicher Friedensvision mit Blick auf den Ursprung in der ‚Krippe‘ und der gelebten Realität. Sicher war das Outfit des Johannes abgedreht, seine Lebensweise Aufsehen erregend und die ‚Location‘ für seine Bußaktion konnte mit dem lebendigen Wasser in der kargen Wüstenlandschaft nicht augenfälliger ausgewählt sein. Auch die Handlung mit dem Untertauchen – gleichzusetzen einem ‚den Kopf klar bekommen‘ – hätte zeichenhafter nicht sein können (vgl. Mt 11, 4-6). All das machte damals neugierig, würde mit Sicherheit auch heute tausendfach gelikt und gepostet. Von Neugier getrieben waren wohl auch die vor Ort erschienenen Pharisäer und Sadduzäer, welche sich bereits schon als sicher gerettet wussten, da sie in der Tradition der Alten standen und damit schon immer auf der richtigen Seite waren, besonders ihnen ruft Johannes entgegen ‚Bringt Frucht, die eure Umkehr zeigt …‘ (Vers 8). Das heißt, setze dich in Bewegung, öffne dich, stelle du deine eigenen Interessen hinten an und nimm, mit Blick auf unsere Situation heute, deine Chancen als Teil einer millionenhaften Gemeinschaft von christlichen Botschaftern und Friedensvisionären wahr. Denn Johannes schaffte es damals tatsächlich mit seinem zeichenhaften Untertauchen, dass die Menschen wieder Sehnsüchte entwickelten und die Vision für Veränderungen erneut in den Blick nahmen. Das, was wir nun in der Tat an Tröstlichem der Schrift entnehmen können, weil so von unseren ‚Alten‘ im Glauben bereits schon einmal positiv durchlebt, könnte dann bei allem Prekären dennoch ein Moment der Hoffnung sein, an dem wir geduldig dranbleiben müssen. Dazu schenke uns, so der Apostel Paulus (vgl. Röm 15, 4-6), der Gott der Geduld und des Trostes eines Sinnes zu sein, um nicht zuletzt auch Gott als Urheber für sein weihnachtliches Wunder wie mit einem Munde preisen zu können.

Für Rückmeldungen und zur Diskussion jan.opiela@web.de

Biblische Texte zum II. Adventssonntag im Lesejahr A (2025)

Lesung: aus dem Buch Jesaja (11, 1 – 10)

Geistbegabung und Herrschaft des Sprosses Isais

1 Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, / ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht. 2 Der Geist des HERRN ruht auf ihm: / der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, / der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. 3 Und er hat sein Wohlgefallen an der Furcht des HERRN. / Er richtet nicht nach dem Augenschein / und nach dem Hörensagen entscheidet er nicht, 4 sondern er richtet die Geringen in Gerechtigkeit / und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Er schlägt das Land / mit dem Stock seines Mundes und tötet den Frevler / mit dem Hauch seiner Lippen. 5 Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften / und die Treue der Gürtel um seine Lenden. 6 Der Wolf findet Schutz beim Lamm, / der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, / ein kleiner Junge leitet sie. 7 Kuh und Bärin nähren sich zusammen, / ihre Jungen liegen beieinander. / Der Löwe frisst Stroh wie das Rind. 8 Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter / und zur Höhle der Schlange streckt das Kind seine Hand aus. 9 Man tut nichts Böses / und begeht kein Verbrechen / auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des HERRN, / so wie die Wasser das Meer bedecken.

Die Sammlung des Rests aus der Zerstreuung

10 An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Isais sein, / der dasteht als Feldzeichen für die Völker; die Nationen werden nach ihm fragen / und seine Ruhe wird herrlich sein. 11 An jenem Tag wird der Herr von Neuem seine Hand erheben, / um den übrig gebliebenen Rest seines Volkes zurückzugewinnen, von Assur und Ägypten, von Patros und Kusch, / von Elam, Schinar und Hamat / und von den Inseln des Meeres. 12 Er wird ein Feldzeichen für die Nationen aufrichten / und die Versprengten Israels zusammenbringen; / die Zerstreuten Judas wird er von den vier Enden der Erde sammeln. 13 Dann wird die Eifersucht Efraims weichen / und die Bedränger Judas werden vernichtet. Efraim wird nicht mehr auf Juda eifersüchtig sein / und Juda wird Efraim nicht mehr bedrängen. 14 Sie werden auf den Berghang der Philister gen Westen fliegen; / vereint plündern sie die Söhne des Ostens. Edom und Moab sind im Einflussbereich ihrer Hand, / die Söhne Ammons müssen ihnen gehorchen. 15 Dann wird der HERR die Meereszunge Ägyptens austrocknen / und seine Hand gegen den Strom schwingen mit gewaltigem Sturm. Er zerschlägt ihn in sieben Bäche / und lässt ihn mit Sandalen betreten. 16 Es wird eine Straße für den Rest seines Volkes geben, / der übrig bleibt von Assur, eine Straße, wie es sie für Israel gab, / als es aus Ägypten heraufzog.

Evangelium: Matthäus (3, 1 – 12)

Das Auftreten des Täufers

1 In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: 2 Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. 3 Er war es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat: Stimme eines Rufers in der Wüste: / Bereitet den Weg des Herrn! / Macht gerade seine Straßen! 4 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung. 5 Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus; 6 sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. 7 Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Zorngericht entrinnen könnt? 8 Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, 9 und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen dem Abraham Kinder erwecken. 10 Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 11 Ich taufe euch mit Wasser zur Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, ihm die Sandalen auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. 12 Schon hält er die Schaufel in der Hand; und er wird seine Tenne reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.

Lesung: aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer ( 15, 4 – 9 )

Die Schwächen des Nächsten mittragen

1 Wir müssen als die Starken die Schwäche derer tragen, die schwach sind, und dürfen nicht für uns selbst leben. 2 Jeder von uns soll dem Nächsten zu Gefallen leben, zum Guten und zur Auferbauung. 3 Denn auch Christus hat nicht sich selbst zu Gefallen gelebt; vielmehr steht geschrieben: Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen. 4 Denn alles, was einst geschrieben worden ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schriften Hoffnung haben. 5 Der Gott der Geduld und des Trostes aber schenke euch, eines Sinnes untereinander zu sein, Christus Jesus gemäß, 6 damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einmütig und mit einem Munde preist.

 

Gegenseitige Annahme und gemeinsames Gotteslob

7 Darum nehmt einander an, wie auch Christus euch angenommen hat, zur Ehre Gottes! 8 Denn, das sage ich, Christus ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen Diener der Beschnittenen geworden, um die Verheißungen an die Väter zu bestätigen; 9 die Heiden aber sollen Gott rühmen um seines Erbarmens willen, wie geschrieben steht: Darum will ich dich bekennen unter den Heiden / und deinem Namen lobsingen. 10 An anderer Stelle heißt es: Ihr Heiden, freut euch mit seinem Volk! / 11 Und es heißt auch: Lobt den Herrn, alle Heiden, / preisen sollen ihn alle Völker! 12 Und Jesaja sagt: Kommen wird der Spross aus der Wurzel Isais; / er wird sich erheben, / um über die Heiden zu herrschen. / Auf ihn werden die Heiden hoffen. 13 Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit allem Frieden im Glauben, damit ihr reich werdet an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes. 

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