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Sonntags Ge-danken

by Wilfried Römer / Samstag, 28 Februar 2026 / Published in Geistlicher Impuls

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Copyright / Urheber Wilfried Römer

Jan Opiéla, kath. Seelsorger
für ‚Roma u. Sinti‘ im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz
und Präses der Katholischen Landvolkbewegung im Erzbistum Köln

2. Fastensonntag im Jahreskreis A (2026) Lesung: Genesis 12, 1 – 4a und Evangelium: Matthäus 17, 1 – 9 ‚Verklärung Jesu‘, 01.03.2026

Auf  der  Suche  nach  Klärung  des  Begriffes ‚Verklärung‘, womit die Geschehnisse des heutigen Evangeliums im Allgemeinen bezeichnet werden, kommt man unweigerlich am ‚Netz‘ nicht vorbei. In der Tat werden zunächst zwei Bedeutungen angeboten, ‚[1] glückseliger Zustand, der zum Beispiel durch friedvolles Lächeln sichtbar wird. [2] Beschönigung, Darstellung in einem besseren Licht‘, wobei intuitiv beides nicht zu passen scheint, da jeweils im zutiefst Menschlichen verankert. Denn es geht hier nicht um einen ‚Wolke 7‘-Moment oder das Aufhübschen von allzu Menschlichem. Folglich finden sich dann mit Verweis auf die Suchbegriffe ‚Christentum‘ und ‚Theologie‘ unter [3] Verwandlung im Ausdruck „die Verklärung Jesu“. Also bleibt diese Art der Metamorphose allein dem Göttlichen vorbehalten.

Haben nun aber Menschen, wie hier Petrus, Jakobus und Johannes Anteil an dieser göttlichen Aura, reagieren sie mitunter ganz irrational, von einem sich darin einrichten wollen, mittels des Ansinnens ‚drei Hütten‘ zu bauen, bis zu einem angsterfüllt sein und ‚sich mit dem Gesicht zu Boden‘ werfen, womöglich im nächsten Mauseloch verschwinden zu können. Falls nun eine solche Gottesschau im Hier und jetzt vermutet wird, wie zu meiner Jugendzeit bei dem Kaplan aus der Nachbargemeinde, der von einem über den anderen Tag auf nimmer Wiedersehen verschwand, weil er – so wurde gemunkelt – ‚Gott gesehen hat‘, kann das nur ein Spinner sein, der demnach nicht ganz klar im Kopf ist. Von daher wäre ein Erzählverbot umso verständlicher!

Doch diejenigen, welche mit ihren ‚unklaren‘ Gedanken als vermeintlich seltsam verwirrt gelten, hätten auf dem Hintergrund des Evangeliums sehr wohl den Durchblick, der jedoch nur alle menschliche Klarheit fehlen lässt. Denn da, wo Gesicht / Sonne, Licht / Gewand und Stimme / Wolke derart ineinander verwoben sind, gleichzeitig in der Erscheinung von Mose und Elija die Zeitgrenzen durchbrochen werden und Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in eins fallen, ist alles der Wirklichkeit enthoben und dem Begreifbaren entzogen. Wie Petrus, da nun einen ‚klaren Kopf‘ behalten zu wollen, indem er einfach am Gewohnten anzuknüpfen versucht und dem Urinstinkt einer sicheren Behausung folgen will, um alles wieder ins Begreifbare zurückzuholen, kann nicht funktionieren. Sein Aktivismus wirkt wie von einem anderen Stern, mitunter sogar einer Abwehrreaktion vergleichbar, denn Verklärung scheint das Gewohnte und dem Menschen Gewöhnliche zu durchbrechen, lässt sich folglich nicht festmachen oder wie Petrus hier vorhatte, festsetzen.

Folglich ist es allen ‚Spinnern‘ mit ihren Zeitgenossen gleich ergangen, selbst wenn sie aufgrund ihrer Gottesschau später dann von der Kirche gerade deswegen in den Kreis der heiligen Frauen und Männer erhoben wurden. Besonders bleibt es schwierig, das von ihnen über diese Grenzerfahrung Niedergeschriebene nachzuvollziehen, zumal da die nüchterne Sprache eines Tatsachenberichtes nicht hinreichend ist und es darüber hinaus für den Leser dann recht schwierig wird. So bleibt auch dieses Evangelium skurril und ist es verständlich, wenn der eine oder die andere hier innerlich kopfschüttelnd nicht mehr mitgehen kann und ‚aussteigt‘. Deshalb gesteht Jesus seinen Leuten ein öffentlich machen des Erlebten erst zu, wenn sein Tod und seine Auferstehung Bestandteile des Glaubenswissens sind. Vielleicht lässt sich dann, in einem so geschützten Kreis Gleichgesinnter, eine höchst persönliche gemachte Gotteserfahrung verständiger kommunizieren. …

Die ‚Verklärungs-Geschichte‘ hätten wir ja schon, doch was ist mit meinem Glauben?

Für Rückmeldungen und zur Diskussion: jan.opiela@web.de

Biblische Texte zum 2. Fastensonntag im Lesejahr A (2026)

Lesung: Genesis (1.Buch Mose) 12, 1 – 41a

Der Segen Abrahams

1 Der HERR sprach zu Abram: Geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde! 2 Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. 3 Ich werde segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den werde ich verfluchen. Durch dich sollen alle Sippen der Erde Segen erlangen. 4 Da ging Abram, wie der HERR ihm gesagt hatte, und mit ihm ging auch Lot. Abram war fünfundsiebzig Jahre alt, als er von Haran auszog. 5 Abram nahm seine Frau Sarai mit, seinen Neffen Lot und alle ihre Habe, die sie erworben hatten, und alle, die sie in Haran hinzugewonnen hatten. Sie zogen aus, um in das Land Kanaan zu gehen, und sie kamen in das Land Kanaan. 6 Abram zog durch das Land bis zur Stätte von Sichem, bis zur Orakeleiche. Die Kanaaniter waren damals im Land. 7 Der HERR erschien Abram und sprach: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land. Dort baute er dem HERRN, der ihm erschienen war, einen Altar. 8 Von da brach er auf zu dem Gebirge östlich von Bet-El und schlug sein Zelt so auf, dass er Bet-El im Westen und Ai im Osten hatte. Dort baute er dem HERRN einen Altar und rief den Namen des HERRN an. 9 Dann zog Abram immer weiter, dem Negeb zu.

Evangelium: Matthäus 17, 1 – 9

Die Verklärung Jesu

1 Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. 2 Und er wurde vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. 3 Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elija und redeten mit Jesus. 4 Und Petrus antwortete und sagte zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. 5 Noch während er redete, siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. 6 Als die Jünger das hörten, warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden und fürchteten sich sehr. 7 Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf und fürchtet euch nicht! 8 Und als sie aufblickten, sahen sie niemanden außer Jesus allein. 9 Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist!

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