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Sonntags Ge-danken

by Wilfried Römer / Samstag, 11 Oktober 2025 / Published in Geistlicher Impuls


Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Jan Opiéla, kath. Seelsorger
für ‚Roma u. Sinti‘ im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz
und Präses der Katholischen Landvolkbewegung im Erzbistum Köln

28. Sonntag im Jahreskreis C (2025) Lesung: aus dem zweiten Buch der Könige 5, 14 -17 und Evangelium: Lukas 17, 11 – 19, 12.10.2025

Schnell das Krönchen von dem als ‚Lourdes Muttergottes‘ nachgebildeten kleinen Plastikfläschchen abgedreht, wird auch schon das heilende Wasser dieses Gnadenortes dem Taufwasser mit dem Wunsch beigegeben, dass das Kleine in seinem Leben immer ‚Heil‘ erfahren möge. So geschehen, wie sich aus dem anschließenden Gespräch ergibt, aufgrund einer an diesem weltweit bekannten französischen Wallfahrtsort selbst gemachten, heilvollen Erfahrung.

Genau das ‚Heil‘, die ‚Heilung‘ und nicht zuletzt die ‚Heiligung‘ des Menschen, eben der Dienst Gottes am Menschen, der für uns im Gottes-Dienst der Kirche erfahrbar werden soll(te). Bei allen noch so abstoßenden Querelen in Kirche und damit vielfach auch von Kirche, bleiben davon jedoch die Wallfahrtsorte, wo Heilung bereits immer wieder erfahrbar wurde, unberührt. Das ist es, was der Mensch von Gott und ‚seiner‘ Kirche erwartet, wenn Lourdes, Fatima aber auch Kevelaer und Altötting angesteuert werden, wo Votiv-Tafeln, Dankes-Widmungen und bildliche Darstellungen vom ‚Heil-werden‘ zeugen. Genauso ist es auch schon dem Syrer Náaman in der Lesung aus dem Alten Testament ergangen, der in der Begegnung mit dem Gottesmann Elischa verspürt haben muss, dass da eine unbändige Kraft von dem einen Gott in dem für ihn fremden Land, Israel ausgeht (vgl. Vers 15) und bittet folglich, Erdreich mitnehmen zu dürfen von der vermeintlichen Wirkungsstätte dieses Gottes, um den Boden unter den Füßen spüren zu können, wo er seine Heilung erfahren durfte (vgl. Vers 17).

Wie dieser auf der Suche nach seinem Heil-werden so seine Er-fahr-ungen machen musste, sich also im wahrsten Sinne des Wortes dafür auf den Weg begab, begegnet uns im Evangelium eine 10köpfige Schicksalsgruppe, die sich als Geächtete und gesellschaftlich Ausgeschlossene, nun in einer Suchgemeinschaft nach Heilung auf dem gleichen  Weg  gefunden  haben.  Interessant scheint, dass Heilung in beiden biblischen Texten nicht im Rahmen der eigenen Tradition (ausgestoßen!), oder im eigenen Sprach- und Kulturraum erfolgt und gleichfalls auch nicht in der eigenen  Heimat,  geschweige  vor  Ort! 

Ein ‚Verlassen‘, ‚Gehen‘ und ‚Suchen‘ scheint notwendig, was vergleichbar ist, wenn ich mich selbst mit meinem Glauben aus einem gesicherten Internum nach draußen begebe und mich damit aussetze. Womöglich gelingt Heilung dann nicht in der Kirche vor Ort, weil eventuell die stotternde Formulierung des eigenen Glaubens mir die Sprache verschlägt und es eh nicht opportun ist, eigene Schwächen ungeschützt, selbst in einer begrenzten Öffentlichkeit zuzugeben.

Dann blieben also nur die schon erwähnten Wallfahrtsorte, wo Heilung, eben nicht wie vielleicht vermutet am Fließband erfolgt, sondern allenthalben tiefe Verinnerlichung spürbar ist und Glaube förmlich ‚begreifbar‘ wird. Genau das trifft auch für den einen zurückkehrenden ‚Aussätzigen‘ zu, wenn Jesus ihm auf den Kopf zusagt, ,Dein Glaube hat dir geholfen!‘ (Vers 19).

Sicher können ‚Andenken‘, welche von einer heilsamen Gottesbegegnung zeugen mögen, wie beim Syrer Náaman der Erdboden, wichtig für das weitere Leben des Geheilten sein, wobei eben heute von Kerze über Weihwasser bis zur Abbildung des Gnadenbildes alles in Frage kommen dürfte. Doch das wird in der Flut des von uns ungezählt angehäuften Erinnerungstinnef jeweils dann untergehen, wenn nicht eine, den Glauben begründende Gottesbeziehung dahintersteht. Ganz schnell wird so vergessen, was mich zutiefst berührt und mein ‚Heil-werden‘ begründet hat und wird von uns dann nur bestätigt, was in der Spruchweisheit zum Ausdruck kommt, ‚Undank ist der Welten Lohn‘! Doch das nun als Essenz aus den biblischen Texten dieses Sonntages ziehen zu wollen, wäre bei weitem viel zu kurz gegriffen.

Für Rückmeldungen und zur Diskussion: jan.opiela@web.de


Biblische Texte zum 28. Sonntag im Jahreskreis C (2025)

Lesung: Aus dem zweiten Buch der Könige  (2 Kön 5, 14 -17)

Naamans Heilung vom Aussatz

1 Naaman, der Feldherr des Königs von Aram, galt viel bei seinem Herrn und war angesehen; denn durch ihn hatte der HERR den Aramäern den Sieg verliehen. Der Mann war tapfer, aber an Aussatz erkrankt. 2 Nun hatten die Aramäer bei einem Streifzug ein junges Mädchen aus dem Land Israel verschleppt. Es war in den Dienst der Frau Naamans gekommen. 3 Es sagte zu seiner Herrin: Wäre mein Herr doch bei dem Propheten in Samaria! Er würde seinen Aussatz heilen. … 14 So ging er also zum Jordan hinab und tauchte siebenmal unter, wie ihm der Gottesmann befohlen hatte. Da wurde sein Leib gesund wie der Leib eines Kindes und er war rein. 15 Nun kehrte er mit seinem ganzen Gefolge zum Gottesmann zurück, trat vor ihn hin und sagte: Jetzt weiß ich, dass es nirgends auf der Erde einen Gott gibt außer in Israel. So nimm jetzt von deinem Knecht ein Dankgeschenk an! 16 Elischa antwortete: So wahr der HERR lebt, in dessen Dienst ich stehe: Ich nehme nichts an. Auch als Naaman ihn dringend bat, es zu nehmen, lehnte er ab. 17 Darauf sagte Naaman: Wenn es also nicht sein kann, dann gebe man deinem Knecht so viel Erde, wie zwei Maultiere tragen können; denn dein Knecht wird keinem andern Gott mehr Brand- und Schlachtopfer darbringen als dem HERRN allein.

Evangelium: nach Lukas 17, 11 – 19

Der dankbare Samariter

11 Und es geschah auf dem Weg nach Jerusalem: Jesus zog durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. 12 Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen 13 und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns! 14 Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie rein. 15 Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. 16 Er warf sich vor den Füßen Jesu auf das Angesicht und dankte ihm. Dieser Mann war ein Samariter. 17 Da sagte Jesus: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind die neun? 18 Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden? 19 Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dich gerettet.

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