Katholische Landvolk Bewegung

  • Wir über uns
    • Wer wir sind
    • Was uns leitet
    • Was uns bewegt
    • Unser Schwerpunkt
  • Neuigkeiten
    • Neuigkeiten
    • Geistlicher Impuls
  • Termine
    • Fahrten und Veranstaltungen
    • Anmeldung
  • Galerie
  • Kontakt
  • Links

Sonntags Ge-danken

by Wilfried Römer / Samstag, 22 August 2026 / Published in Geistlicher Impuls


Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Jan Opiéla, Präses der Katholischen Landvolkbewegung
im Erzbistum Köln

21. Sonntag im Jahreskreis A (2026) Lesung: aus dem Buch Jesaja 22, 19 -23 und Evangelium: Matthäus 16, 13-20, 23.08.2026

‚Feuer, Pfeife, Stanwell‘, das sind die drei Dinge, welche der Mann gemäß der Werbung aus den 70er unbedingt brauchte. Doch die Zeiten haben sich geändert und mit Raucherwerbung lässt sich kein Geld mehr verdienen, wie sich auch das Männerbild drastisch verändert hat und nicht mehr über herben Pfeifenduft definiert.

‚Fels, Schlüssel, Binde- und Lösegewalt‘ scheinen hingegen bis heute noch den echten Kleriker glücklich zu machen. Denn gemäß dem Evangelium, gesehen aus obiger Perspektive, sind Papsttum und Kirche in enger Verbindung ‚felsenfest‘ gefügt, ‚gefeit vor den Mächten der Unterwelt‘ und somit trotz aller Unkenrufe mit einer Bestandsgarantie versehen. Mittels der übertragenen ‚Schlüsselgewalt‘ sitzt der Klerus gleichsam wie in einer Pförtnerloge zum Himmel und hat dank der Binde- und Lösegewalt alle Instrumentarien auf sich vereint, um von den vielfältigen, in dieser Kirche besetzten Schlüsselpositionen die Richtung anzugeben. Trotz eines anfänglichen Realitätsschocks aufgrund der Austrittszahlen und eines deutschen Synodalen Weges, der grundlegende Änderungen parat hatte, scheint sowohl Rom, als auch so manche Bistumsleitung weltweit noch nicht von einem Kurswechsel überzeugt, zumal ja das Bewusstsein vorherrscht, vom Meister gar selbst, dem ‚Messias, dem Sohn des lebendigen Gottes‘ für das bisher Tradierte legitimiert zu sein. So ausgeführt sind genau das die drei Dinge, welche der/die ‚kirchliche EndverbraucherIn‘ von heute auch nicht mehr braucht, zumal sie vollkommen aus der Zeit gefallen zu sein scheinen!

Bei einem korrekten, mithin wertfreien exegetischen Herangehen, hätten schon frühzeitig Zweifel aufkommen müssen, ob denn alles tatsächlich so ‚Gottgewollt‘ sein kann. Denn bereits der griechische Begriff ekklesia, der hier für Gemeinde und gemeinhin Kirche verwandt wird, kommt ganze zweimal vor, zumal Jesu Auftrag zu Lebzeiten immer noch ganz Israel galt und nicht einer abgegrenzten ‚Kirche‘, deren Geschichte sich erst in der nachösterlichen Briefliteratur entwickelte. Auch scheint der Begriff kephas (Fels) für den Chefjünger Petrus hier nur vorsichtige Verwendung zu finden, zumal dieser es ja war, der immer wieder versagt hatte und mitunter recht kleinlaut, sogar zweifelnd ‚abgesoffen‘ war.

Folglich liegt nahe, dass die zur Zeit des Evangelisten Matthäus in Bedrängnis geratenen frühen Christengemeinden nun von ‚ganz oben‘, nämlich vom Meister, Jesus selber legitimiert, Durchhalteparolen brauchten. Damit ergibt sich für uns heute die Frage, was mich noch von diesem Text betrifft und darüber hinaus, was überhaupt Originalton Jesu ist, um nicht einer geschickt gemachten Propaganda zu erliegen?

Fakt ist, dass in der nach und nach eskalierenden Konfrontation mit den jüdischen Autoritäten, besonders aber aufgrund Jesu Verweigerung eines weiteren ‚Zeichens‘ nach der ‚Speisung der 5000‘, es für ihn nunmehr darauf ankommt, sich seiner Gefolgsleute zu versichern, so dass die Frage: ‚Ihr aber, für wen haltet ihr mich?‘ (Vers 15) zum Dreh- und Angelpunkt wird.

Es geht also zutiefst um die Beziehungsebene, die Frage, was bin ich für dich und schätzt du an mir. Und hier vernehmen wir von Petrus Erstaunliches, wenn er Jesus mit dem hebräischen Wort Messias ‚der Gesalbte‘ betitelt, als der von Gott auserwählte Retter und König, welcher die Welt zum Guten verändert und Frieden bringt. Gemeint ist eben nicht der militärisch Starke und politisch Machtvolle, sondern der, welcher dem letzten verlorenen Schaf nachgeht, sich der dienenden Klasse zurechnet, den Ausgestoßenen widmet und den zu verachtenden Frauen ihre Würde zurückgibt. Weil dieses Bekenntnis auch für Jesus derart außergewöhnlich scheint, muss hier Gott selbst im Spiel gewesen sein, zumal das ja nun Basis für ein neuartiges Konstrukt ‚Kirche‘ sein soll, was aus den ‚Herausgerufenen‘ (ek kalein) besteht, denjenigen aus einer Gesellschaft, welche damals wie heute ganz anders ‚tickt‘!

Auf diesem Hintergrund versteht sich dann die Binde- und Lösegewalt als Revisionsmechanismus, um nicht auch in Kirche den üblichen Herrschaftsstrukturen zu erliegen. Demzufolge verlassen also Menschen, wenn sie in Scharen austreten, mitunter das Kleriker-Konstrukt, was eh keiner mehr braucht, dürfen sich aber wohl der Kirche Jesu Christi weiterhin zugehörig wissen, wenn sie sich das Petrus-Bekenntnis zu eigen machen und ihr Leben daran auszurichten versuchen.

Fragen und Diskussionsbeiträge gerne an: jan.opiela@web.de


Biblische Texte zum 21. Sonntag im Jahreskreis A (2026)

Lesung: aus dem Buch Jesaja ( 22, 19 – 23 )

Gerichtswort über Schebna

15 So spricht der Herr, der GOTT der Heerscharen: Auf, geh zu diesem Verwalter, zu Schebna, dem Palastvorsteher! 16 Wie kommst du dazu und wer bist du, dass du dir hier ein Grab ausgehauen hast? – Einer, der sich hoch oben sein Grab aushaut, sich im Felsen seine Wohnung ausmeißelt! – 17 Siehe, der HERR schleudert dich in hohem Bogen weg, Mann! – Er wickelt dich fest ein, 18 knäult dich zu einem Knäuel zusammen – wie einen Ball in ein nach allen Seiten hin offenes Land. Dort wirst du sterben und dorthin kommen deine Prunkwagen, du Schande im Haus deines Herrn. 19 Ich werde dich von deinem Posten stoßen und er wird dich aus deiner Stellung reißen.

Einsetzung Eljakims

20 An jenem Tag werde ich meinen Knecht Eljakim, den Sohn Hilkijas, berufen. 21 Ich werde ihn mit deinem Gewand bekleiden und ihm deine Schärpe fest umbinden. Deine Herrschaft gebe ich in seine Hand und er wird zum Vater für die Einwohner Jerusalems und für das Haus Juda. 22 Ich werde ihm den Schlüssel des Hauses David auf die Schulter legen. Er wird öffnen und niemand ist da, der schließt; er wird schließen und niemand ist da, der öffnet. 23 Ich werde ihn als Pflock an einer festen Stelle einschlagen und er wird zum Thron der Ehre für sein Vaterhaus. 24 Dann wird sich an ihn das ganze Gewicht seines Vaterhauses hängen: die Sprösslinge und die Schösslinge, alles Kleingeschirr, von Schalen bis hin zu allen möglichen Krügen. 25 An jenem Tag – Spruch des HERRN der Heerscharen – weicht der Pflock, eingeschlagen an fester Stelle. Er wird herausbrechen, herunterfallen und die Last, die an ihm hängt, wird zerschlagen. Ja, der HERR hat gesprochen.

Evangelium: Matthäus 16, 13 – 20

Das Christusbekenntnis des Petrus und die Zusage Jesu13 Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Menschen den Menschensohn? 14 Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. 15 Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? 16 Simon Petrus antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! 17 Jesus antwortete und sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. 18 Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.[1] 19 Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein. 20 Dann befahl er den Jüngern, niemandem zu sagen, dass er der Christus sei.

Aktuelles

  • Neuigkeiten
  • Termine

Über die KLB

  • Neuigkeiten
  • Wer wir sind
  • Was uns leitet
  • Was uns bewegt
  • Unser Schwerpunkt

Termine & Kontakt

  • Termine
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung

Adresse

Katholische Landvolkbewegung (KLB) im Erzbistum Köln
Drachenfelsstr. 23
53604 Bad Honnef
Tel.: 02224 71032
Fax: 02224 78971
E-Mail: info@klb-koeln.de

Die Geschäftsstelle ist dienstags und freitags jeweils von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr besetzt.

TOP